Karin Rauber-Striedl

Über die vielen Jahre hatte ich das Gefühl, dass das, wie ich lebe, was ich tue eigentlich nicht zu mir passt. Ich war permanentn auf der Suche. Ich habe mich mit anderen verglichen, da gab es Menschen, bei denen ich dachte, es stimmt so alles, es gab aber auch welche, bei denen ganz deutlich zu erkennen war, die leben auch nicht anders als ich.

So habe ich lange geschwankt zwischen der Sehnsucht etwas zu verändern, und dem ich muss es halt so nehmen wie es ist. das Resultat meines Kämpfens war eine schwere Krankheit. Aus dieser Not heraus fand ich den Mut, mir die Dringlichkeit meiner Sehnsüchte einzugestehen. es war gar nicht so leicht, wie macht man das? Wie werde ich meiner Rolle als damals alleinerziehenden Mutter und Versorgerin meiner Familie und zugleich meinen ureigensten Bedürfnissen gerecht? Erst die Erkenntnis , dass ich nichts zu verlieren habe, gab mir die Möglichkeit, mich um meine Visionen zu kümmern. Wenn nicht jetzt, wann dann. ich gab meinen damaligen Beruf auf und habe mich in die langersehnte Selbständigkeit gewagt.

Ich habe verstanden, dass es nur auf mich ankommt, dass kein mensch wie der andere ist und meine Individualität mein Kapital ist.

Auf einmal war ich auf dem zu mir passenden Weg. zugegeben, es war nicht immer leicht, es gab viele Zweifel und auch Ängste, die auch heute noch gelegentlich auftauchen.

Aber es hat sich gelohnt.